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Hauswasserwerk senkt Kosten und schont die Umwelt

Ein eigenes Hauswasserwerk ersetzt mit Regen- oder Brunnenwasser wertvolles Trinkwasser. Insbesondere bei der Toilettenspülung, beim Wäsche waschen oder der Gartenbewässerung lassen sich so einige Kubikmeter im Jahr sparen. Ein Hauswasserwerk rechnet sich auf die Lebensdauer des Gerätes und muss nur wenige Kriterien erfüllen.

Ein Hauswasserwerk unterscheidet sich von einem Hauswasserautomaten durch den eingebauten Druckbehälter, der für einen gleich bleibenden Wasserfluss sorgt und verhindert, dass das Hauswasserwerk auch bei kleinen Entnahmemengen anspringt. Eine einfache Garten- oder Tauchpumpe erfüllt im Prinzip den selben Zweck, bietet aber keinen Druckausgleich und muss immer von Hand ein- und ausgeschaltet werden. Hauswasserwerke unterscheiden sich in der Art der verwendeten Pumpen, der Förderleistung und der verbauten Materialien. Darin begründen sich auch die deutlichen Preisunterschiede. Hauswasserwerke kosten zwischen 150 Euro und 500 Euro. Hinzu kommen die Kosten für den Anschluss bzw. Einbau.

Entscheidend bei der Auswahl ist die zu erreichende Förderhöhe zwischen der Ansaugstelle im Regenwassersammler, der Zisterne oder dem Brunnen und der höchsten Entnahmestelle. Hier sollte auch eine kleine Reserve mit eingeplant werden, um höhere Entnahmestellen zu erreichen und Schwankungen im (Grund-)Wasserspiegel auszugleichen- Wichtig für den reibungslosen Betrieb ist auch eine effektive Sicherung gegen das Trockenlaufen durch entsprechende Sensoren an der Ansaugstelle.

Das Hauswasserwerk sollte an einem kühlen aber frostsicheren Platz aufgestellt werden. Von dort wird es mit der Ansaugstelle verbunden. Wichtig ist auch hier die frostsichere Verlegung der wasserführenden Leitungen. Der Anschluss an Toilette oder Waschmaschine sollte möglichst über ein separates Leitungsnetz erfolgen. Da sonst die Anforderungen an Trinkwasseranlagen greifen, die ein erheblichen Aufwand bei der Filterung und Aufbereitung des Wassers bedeuten würden und meist auch eine behördliche Genehmigung und Überwachung erfordern. Beim nachträglichen Einbau ist es daher meistens zweckmäßig, nur die Waschmaschine und die Gartenbewässerung anzuschließen, da die hierfür nötigen Rohrleitungen leicht im Keller zu verlegen sind und keine Installationsarbeiten im ganzen Haus erfordern.

Ein Hauswasserwerk muss bei der Gemeinde, dem Wasserversorger und dem Abwasserzweckverband angemeldet werden. Je nach örtlichen Gegebenheiten fallen hierbei Gebühren für die Einleitung des entstehenden Abwassers an. Nicht angemeldete Anlagen sind illegal und können zu Sanktionen führen.